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Fremdwährungsfinanzierungen weisen jedoch ein weitaus höheres
Risiko auf als herkömmliche EUR-Finanzierungen. Neben den Zinsen
ist vor allem der Kurs ausschlaggebend, ob sich die Finanzierung rechnet.
Um das Fremdwährungsrisiko kalkulierbar zu machen, bedient sich Bacher-Finanz
eines eigenen Fremdwährungsmanagements. Es umfasst das stetige und um-
sichtige Beobachten von Kursen uns Zinsen.
Das ist zu beachten:
Abwicklung
Der Fremdwährungskredit wird Ihnen zum vereinbarten Datum auf einem
Fremdwährungskonto in der vereinbarten Währung zur Verfügung
gestellt. Er ist bei Fälligkeit auch in dieser Währung zurückzuzahlen.
Benötigen Sie die Kreditvaluta in Euro, so wird der ausbezahlte Fremdwährungs-
betrag auf Wunsch in Euro gewechselt und auf einem Eurokonto bereitgestellt.
Die Kursfeststellung und Buchung ist von Bankinstitut zu Bankinstitut unterschiedlich,
erfolgt aber in der Regel zwei Bankarbeitstage (Valutatage) vor Bereitstellung
auf Ihrem Eurokonto. Der Umtausch erfolgt dabei zum Tageskurs (Devisengeldkurs).
Bei Zins- und Endfälligkeit
können Sie unabhängig vom Kurs in der Fremdwährung bleiben, diese
wechseln oder einen Teil zurückzahlen.
Die Verzinsung und/oder Rückführung des Kredites in Euro erfolgt zum
Euro- gegenwert der Fremdwährungsschuld am Tag der Rückzahlung oder
Zinszahlung nach dem jeweiligen Tageskurs (Devisenbriefkurs). Die Kursfeststellung
und Buchung wird ebenfalls in der Regel zwei Bankarbeitstage (Valutatage) vor
Fälligkeit
des Kredites vorgenommen. Valutarisch wird die Buchung jedoch erst am Fälligkeitstag
wirksam.
Die Besicherung des Kredites richtet sich nach dem jeweiligen Gegenwert in Euro.
Währungsrisiko
Wollen Sie die Verzinsung und/oder Rückführung des Kredites in Euro
bewirken, ergibt sich für Sie folgendes Währungsrisiko: Steigt der
Kurs der von Ihnen gewählten und damit aus dem Kredit geschuldeten Fremdwährung
gegenüber dem Euro, müssen Sie bei Zins- bzw. Endfälligkeit
einen entsprechend höheren Betrag in Euro aufwenden, als es den Verhältnissen
bei der Kreditaufnahme entsprach. Der Mehraufwand in Euro kann somit höher
sein, als ein eventueller Vorteil aus dem Zinsabstand der Fremdwährung
zum Euro. Im Nachhinein betrachtet wäre in einem derartigen Fall eine
Kreditaufnahme in Euro vorteilhafter gewesen.
Die Erhöhung der in Euro bewerteten Kreditschuld kann dann auch dazu führen,
dass das Bankinstitut zusätzliche Kreditsicherheiten von Ihnen verlangen
muss (NACHSCHUSSPFLICHT).
Einfluss auf den Devisenkurs eines Landes haben fundamentale Komponenten wie
die Inflationsrate des Landes, die Zinsdifferenzen zum Ausland, die Ein- schätzung
der Konjunkturentwicklung, die weltpolitische Situation und die Sicher- heit
der dort getätigten Geldanlagen. Aber auch psychologische Momente wie Vertrauenskrisen
in die politische Führung des Landes oder anderer wichtiger Länder
können eine Währung im Verhältnis zu anderen Währungen schwächen
bzw. stärken. Einigermaßen zuverlässige Prognosen sind somit
auch nur für einen relativ kurzen Zeitraum möglich. Daher können
auch Devisenfachleute die Ent- wicklung der Devisenkurse nicht für einen
längeren
Zeitraum vorhersehen. Die historische Entwicklung betreffend die Ihnen vorgelegten
Charts stellt aus diesen Gründen ebenfalls keine Garantie für eine
gleichartige Entwicklung in der Zukunft dar.
Sowohl Gewinne als auch Verluste werden nur im Fall der Konvertierung realisiert.
Die Entscheidung über den richtigen Zeitpunkt der Konvertierung liegt allerdings
ausschließlich bei Ihnen. Für diesbezügliche Informationen stehen
wir aber gerne zur Verfügung.
Wird die Zahlung Ihrer Zins- bzw. Kreditrate über Ihr Eurokonto oder ein
Konto in einer anderen Fremdwährung abgewickelt, so wirken sich Änderungen
des Wechselkurses auch auf die Höhe der Rate aus.
Kosten
Benötigen Sie die Kreditmittel zur Verwendung in Euro und/oder wollen Sie die Rückführung des Kredites aus Eurozuflüssen bewirken, sind für jeden Wechsel- vorgang die Konvertierungskosten (= SPANNE zwischen Devisengeldkurs und Devisenbriefkurs) und die Devisenprovision (auch Devisenkommissionsgebühr genannt) in die Kalkulation der Rentabilität der Fremdwährungsfinanzierung einzubeziehen.
Zinsrisiko
Der Zinssatz Ihres Fremdwährungskredites wird regelmäßig
zu sogenannten ROLL-OVER-TERMINEN dem Eurogeldmarkt-Interbankenmarkt (EURIBOR
bzw. LIBOR – European bzw. London Interbank Offered Rate) angepasst.
Die Basis des Zinssatzes bilden die Refinanzierungskosten des Bankinstitutes
in der gewählten Währung. Dabei kann sich der Zinsabstand der Fremdwährung
zum Euro verringern oder sogar umkehren.
Berücksichtigen Sie, dass das Zinsänderungsrisiko auch die Rentabilität
des Fremdwährungskredites beeinflusst. Der Zinssatz wird meistens auf 3,
6 oder 12 Monate oder auch täglich fällig fixiert. Während dieser
Zeit ist eine vorzeitige Konvertierung in eine andere Währung nur dann möglich,
wenn der finanzierenden Bank die Differenz zwischen dem Kreditzinssatz und dem
Veranlagungszinssatz in der betreffenden Währung bis zum Ende der Fixzinsperiode
ersetzt wird.
Ein Währungswechsel ist grundsätzlich somit nur zu den Terminen der
Zinssatz- anpassung möglich bzw. sinnvoll. Wollen Sie sich zwischen den
Terminen gegen ein Währungsrisiko absichern, kann dies durch Abschluss eines
entsprechenden Devisentermingeschäftes erfolgen. Über die dabei entstehenden
Kosten und Risiken sollten Sie sich aber vorher von der jeweiligen Bank beraten
lassen. Gerne stehen auch wir zur Verfügung.
Performance des Tilgungsträgers
Haben Sie sich für die Kredittilgung durch einen Tilgungsträger
(Er-/Ablebens- versicherung, fondsgebundene Lebensversicherung, Investmentfondsanteile
u.a.) entschieden, ist Folgendes zu beachten:
Für die Berechnung des vorliegenden Finanzierungsmodells wird für den
Til- gungsträger eine unverbindliche Rendite (Performance) angenommen. Da
die tatsächliche Rendite nicht genau vorhersehbar ist, kann sie höher
oder niedriger als der angenommene Wert sein.
Ist die tatsachliche Rendite niedriger, wird das zur Auszahlung gelangende Kapital
(Endkapital) zur Kreditabdeckung nicht ausreichen. In diesem Fall muss die Differenz
zwischen der aushaftenden Kreditschuld und dem Endkapital von Ihnen als Kreditnehmer
aufgebracht werden.
Sollte die Rendite allerdings höher ausfallen, verbleibt Ihnen die Differenz
zwischen dem Endkapital und der aushaftenden Kreditschuld.
Handelt es sich bei den von Ihnen gewählten Tilgungsträger um eine
Versicherung mit laufender Prämie, empfehlen wir Ihnen, die Prämienzahlung
an den Index an- zupassen, um damit z.B. einem höherem Kurs oder einer geringeren
Performance des Tilgungsträgers entgegenzuwirken.
Sonstiges
Die endgültige Zins- und Kursfestsetzung erfolgt erst am Abrechnungstag
durch
die Bank. Die im Finanzierungskonzept bzw. im Kreditvertrag bei den Musterbe-
rechnungen genannten Zinssätze und Wechselkurse können sich daher
noch verändern